Clematis integrifolia Minea

Gleich mehrere Clematis Gruppen blühen im Monat Mai beinahe gleichzeitig, kurz nacheinander oder überschneiden sich. Am Anfang dieses Monats gehen Clematis der alpina Gruppe langsam von ihrer Blütezeit in den Fruchtschmuck über. Jetzt haben die Clematis montana ihren großen Auftritt. Unübersehbar blühen hunderte von rosa oder weißen Blüten. Ein intensiver Vanilleduft wird verströmt. Clematis montana wilsonii, Clematis chrysocoma sericea und die gefüllt blühenden Montanas, fangen erst gegen Ende Mai zu blühen an. Ein wichtiges Kriterium, denn die Montana Blüte wird durch gezielte Sortenwahl verlängert und kann sich bis in den Juni hineinziehen. Wichtig zu wissen: Anfang Juni gibt es trotz der riesigen Auswahl von Clematis eine kleine Blühpause, die mit den spätblühenden Montana´s weitgehend geschlossen werden kann. Bei Clematis montana wilsonii wird zusätzlich ein Schokoladenduft verströmt.

Bei den großblumigen, zweimal blühenden Clematis stellt sich jetzt die erste üppige Blütezeit ein. Diese Clematis sind im unteren Bereich, dicht an dicht mit Blüten besetzt. Je kühler der Monat Mai ist, desto länger hält der Blütenflor an. Das gilt auch für einen schattigen Platz, den man besonders für helle Sorten bevorzugen sollte.
Gefüllt blühende Sorten beginnen etwas später mit ihrer Blütezeit, meist Ende Mai.
Die Clematis Nachzügler, von denen bisher noch nichts zu sehen war, treiben jetzt auch aus. Das sind vornehmlich Clematis texensis, Clematis viorna, Clematis orientalis und weitere wärmebedürftige Clematis, z.B. C. coactilis.
Clematis, die noch nicht gut verzweigt sind, können im Mai noch einmal gestutzt werden, um mehrere Triebe zu erreichen. Hier muss darauf geachtet werden, dass die frischen noch weichen Triebe nicht zu tief geschnitten werden. Als Schnittmaß rechnet man ca. die halbe Höhe des Neuaustriebes.

Niedrige Staudenclematis der intergrifolia Gruppe beginnen in günstigen Lagen auch schon Ende Mai mit den ersten Blüten. Weil Ausnahmen bekanntlich die Regel bestätigen, gibt es auch hier Abweichler. Clematis integrifolia `Juuli´ gehört dazu, als hohe Staudenclematis, beginnt sie auch schon Ende Mai mit ihrer Blütezeit. Ungewöhnlich und beeindruckend zugleich.
Sommerblühende Clematis Hybriden und die Clematis der viticella Gruppe benötigen noch gut einen Monat bis sich die ersten Blüten zeigen. Kleine Knospen sind bei Clematis viticella schon sichtbar. Das ist der optimale Zeitpunkt um die neue Minierfliege, Phytomyza Clematidis vorbeugend zu bekämpfen! Ein Ärgernis was vorwiegend die Clematis viticella Blüten betrifft. Die aus Südeuropa eingewanderte Minierfliege sticht die kleinen noch jungen Knospen an und legt Eier hinein, aus dem später die Larven schlüpfen. Diese wiederum schädigen die Knospen und Staubgefäße in einem sehr frühen Entwicklungsstadium.

Die sich später öffnenden Blüten erscheinen verkrüppelt und sind völlig unförmig z.T. werden auch weiße Flecke an den Blüten sichtbar. Viele andere Clematis bleiben verschont, weil die Entwicklung der jungen Knospen nicht in das Temperatur- und Zeitfenster fällt.
Eine Bekämpfung kann vorbeugend biologisch mit einem `Neem Präparat´ vorgenommen werden. Jedes andere Mittel gegen Saugende – und beißende Insekten ist ebenfalls wirksam.
Eisheilige, Mythos oder realistisch. Im Monat Mai kann es immer wieder einmal zu leichten Frostnächten kommen, das kennen nicht nur Gärtner und Hobbygärtner aus der Praxis.
Die früh gepflanzten Sommerblumen, Kräuter, Tomaten oder Gurken benötigen Frostschutz. Und wie sieht´s bei den Clematis aus? Clematis sind hart im Nehmen, was Frost-Temperaturen angehen. Selbst die jungen, frischen Triebe ertragen erstaunliche Minus Grade. Die können um -5° betragen, z.T. noch darunter.
Mit zunehmendem Wachstum kann es nötig werden, einige Triebe richtig zu leiten, bevor sie dorthin wachsen, wohin man sie nicht haben möchte. Ich weise immer wieder daraufhin, dass die Hauptwindrichtung dabei eine bedeutende Rolle spielt. Nicht nur Clematis, wachsen vornehmlich in Windrichtung. Bei Staudenclematis ist es hilfreich, dass man sie locker zusammenbindet, sollte die vorhandene Stütze einmal nicht ausreichen.
Neupflanzungen von Clematis sind jetzt besser als noch vor einigen Wochen. Der Erdboden hat sich zwischenzeitlich deutlich erwärmt. Das erleichtert das Anwachsen und eine Neubildung der Wurzeln. Im Monat Mai sind Trockenphasen möglich. Besonders bei Neupflanzungen muss auf Bodenfeuchtigkeit geachtet werden.
Eine Bekämpfung von Dickmaulrüssler-Larven kann jetzt durchgeführt werden. Wenn hartblättrige Pflanzen im Garten vorhanden sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Dickmaulrüssler vorhanden sind. Erkennbar an deren „Buchtenfraß“. Das kann biologisch mit Nematoden der Gattungen: Steinernema kraussei oder Heterorhabditis bacteriophora od. Heterorhabditis downesi vorgenommen werden. Die Nematoden benötigen unterschiedliche Bodentemperaturen. Fragen Sie im Fachhandel nach oder recherchieren Sie im Internet. Es gibt zahlreiche Anbieter.
Wer bisher noch nicht gedüngt hat, sollte das jetzt schnell nachholen. Im Mai schreitet das Wachstum der Clematis sehr schnell voran umso mehr werden gerade jetzt, alle wichtigen Nährstoffe benötigt.
Die richtige Platzierung von großblumigen Clematis ist eine der elementaren Voraussetzungen für ein gutes Gelingen und dauerhafte Freude an diesen Zierpflanzen.


Erfolg oder Misserfolg liegen nahe beieinander.
Führt man sich einmal vor Augen, dass die meisten großblumigen Clematis ursprünglich aus Gebirgsregionen in Ostasien stammen, dann wird schon deutlich, der Platz im Garten sollte kühl und luftig beschaffen sein.
Natürlich gibt es auch hier Abweichungen, was die Wärmebeständigkeit angeht. Neue Züchtungen haben hier sehr gute Dienste geleistet. Dazu muss man wissen, dass besonders rote und violette Clematis höhere Temperaturen vertragen als andere. Hinzu kommt, dass dunklere Farben nicht sehr bei intensivem Sonnenschein ausbleichen. Helle Sorten können ihre Farbe nahezu völlig verlieren.
Halbschatten: Ist nach wie vor für die meisten großblumigen Clematis die beste Platzierung im Garten, auf der Terrasse oder auch in Gefäßen auf dem Balkon.
Nur Halbschatten wäre zu einfach in der Erläuterung zur besten Platzierung von großblumigen Clematis. Es ist vielmehr die Temperatur in den Sommermonaten. Je kühler, umso besser für Ihre Clematis! Ein Platz im Garten, der von viel Grün, Sträuchern oder Bäumen umgeben ist, ist allemal besser als eine Hauswand, die sich im Laufe des Tages aufgeheizt hat.
Halbschatten definiert man mit ca. 4 – 5 Stunden Sonnenschein am Tag. Vormittags ist die Strahlung noch nicht so intensiv wie mittags oder am Nachmittag. Höhenlagen bieten auch einen kühleren Platz.


Schatten: Viele der großblumigen Sorten können sehr gut schattig gepflanzt werden.
Das sind besonders die der Rückschnittgruppe 2. Es könnten Nordseiten von Häusern sein oder ein Schatten spendender Baum in der Nähe stehen. Das Gartenhäuschen oder der Flechtzaum zum Nachbarn bieten auch nach Norden gute Bepflanzungsmöglichkeiten. Hier bieten sich besonders die helleren Sorten an. Die Farben bleichen nicht aus und geben zudem eine gute Fernwirkung ab.
Sonne: Jedes Grundstück hat natürlich auch eine Sonnenseite oder sollte eine haben. Für viele Clematis Hybriden möglich, aber nicht ganz unproblematisch. Am besten werden hier die Sorten der Rückschnittgruppe 3 verwendet!
Handelt es sich vorwiegend um vollsonnige Standorte, etwa an einer Südterrasse dann sollte man besser die „Sonnenkinder“ unter den Clematis auswählen. Siehe: Clematis texensis, Clematis viticella, Clematis integrifolia oder Clematis orientalis, tangutica u. serratifolia.

Die meisten Clematis sind bekanntlich Kletterpflanzen und streben vorwiegend nach oben. Alles, was zum Klettern und Stützen Halt bietet wird auch als Kletterhilfen angenommen. Das können u.a. andere Gehölze, Rosen, Zäune, Obelisken oder Pergolen sein. Kreativität ist hier gefragt. Mehr dazu…
Clematis lieben einen durchlässigen humosen nährstoffreichen Erdboden. Der PH-Wert sollte schwach sauer sein und zwischen 5,3 – 6,5 liegen. Bei PH-Werten um 7 oder höher besteht die Gefahr, dass Eisen (FE) festgelegt wird und die Clematis an Chlorrose leiden und unnatürlich vergilben.
Das Thema Torf bzw. torffreie Substrate oder torfreduzierte Substrate ist allgegenwärtig! Zuschlagstoffe wie Kompost, Rinde, Holzfasen, Kokosfasern, Bims, Perlite, Blähton und viele andere Materialien leisten hier gute Dienste. Ein Teil dieser Zuschlagstoffe, müssen auch als „problematisch“ angesehen werden, weil wichtige Nährsubstanzen (N-Stickstoff) den Pflanzen nicht oder nur ungenügend zur Verfügung stehen.
Seit einigen Jahren verarbeiten wir selbst torfreduziertes Substrat für die Anzucht unserer Clematis, mit Erfolg.
Düngung: Siehe Ratgeber Dezember 2023
Eine besonders interessante und vielfältige Clematis Gruppe.
Fällt der Begriff, Staudenclematis oder Clematis als Staude schaut man zuerst in fragende Gesichter. Wieso ist Clematis eine Staude? Man kennt sie vornehmlich als Schling- oder Kletterpflanze. Das ist für die meisten Clematis auch richtig, mit Ausnahme der Staudenclematis.
Hier einmal kurz zu Erinnerung in drei Sätzen: Stauden (Gartenstauden) sind winterharte, mehrjährige Pflanzen, die nicht oder nur wenig im unteren Pflanzenteil verholzen. Jeden Herbst sterben alle oberirdischen Pflanzenteile ab und das neue Wachstum im Frühjahr beginnt aus den vorhandenen Wurzeln, Wurzelstöcken, Knollen, Rhizomen oder den bodennahen Pflanzenteilen. Staudenclematis verhalten sich genauso und gehören nur bedingt zu den Schling- und Kletterpflanzen im wahrsten Sinne des Wortes.
Sie können nicht von selbst klettern, weil sie keine Blattstielranken haben, wie ihre kletternden, verholzenden Verwandten. Umso mehr sind diese Clematis auf besonderen Halt angewiesen. Im Bereich der Staudenclematis gibt es riesige Unterschiede in Wachstum, Aussehen, Blütenform, Belaubung und Wuchshöhe. Die niedrigsten Arten sind gerade mal ausgewachsen 30 cm hoch, andere hingegen können über zwei Meter hoch werden und übertreffen damit sogar manche kletternden Sorten!
Unter den Staudenclematis finden sich eine große Anzahl von duftenden Clematis! Diese Vielfalt ermöglicht Bereiche zu erschließen, die bisher wenig berührt wurden. Als Beispiel in Partnerschaften zu Rosen, Gehölzen oder Rhododendren. Gleichgültig ob große, alte Rhodos oder Zwergformen zum „Tragen kommen“. Das kann man auch wörtlich nehmen! Die meisten Staudenclematis sind leicht und wuchern nicht ins unermessliche. Einen großen Bereich aus den Staudenclematis kann man als Bodendecker verwenden. Sorten die ca. 40-80 cm hoch (bzw. lang) werden, können so gut eingesetzt werden.
In dieser Gruppe dominieren die Clematis integrifolia, mit den meisten Sorten. Hier treffen wir eine große Fülle an unterschiedlichen Blütenfarben und Blütenformen an.







Die entscheidenden Merkmale sind, dass sie nicht krank werden, sehr lange blühen und überaus winterhart sind! Viele von ihnen duften leicht und ziehen Insekten magisch an.
Nach der Blütezeit erscheint ein ansehnlicher Fruchtschmuck.
Eine Platzierung im Halbschatten oder an einem sonnigen Standort wäre optimal.
Eine gute Eignung für Gefäße sollte nicht unerwähnt bleiben. Eine ungeschützte Überwinterung im Freien ist bei Clematis integrifolia gut möglich.

Besonders interessant sind Clematis mandshurica (1,8 – 2,20m hoch) und Clematis mandshurica nana (1,2 -1,80 m hoch). Beide sind insektenfreundlich, haben weiße, duftende sternförmige Blüten, die in Massen erscheinen. Es werden wahre weiße Wolken gebildet. Das entgeht auch den Insekten nicht! Nach der Blütezeit werden Samen ausgebildet, die anthrazit bis schwarz ausreifen.
Eine weitere, kleinere Gruppe bilden die heracleifolia und tubulosa. Hier ist markant, dass alle duften, einige sehr stark. Deren Blütendolden ähneln Hyazinthen. Die Standorte können sehr unterschiedlich gewählt werden, denn sie erfreuen uns an sonnigen Plätzen genauso wie im Schatten oder Halbschatten. Die lange Blütezeit macht sie in unseren Gärten beinahe unentbehrlich!
Zahlreiche Staudenclematis, die nicht zu den integrifolia gehören, sind filigran, stark duftend, Stern förmig oder Krug förmig.
Eine Besonderheit in dieser Gruppe sind die Clematis jouiniana. Sie gelten als Spreizklimmer und werden als Halbsträucher bezeichnet. Die unteren 20 -30 cm dieser Clematis verholzen und sie ziehen nur bis hierher ein. Verschwinden folglich nicht ganz von der Bildfläche. Sie wachsen stark und können mehr als einen Quadratmeter erreichen, wenn man sie als Bodendecker verwendet. Geht man noch einen Schritt weiter, könnte man sie sogar zur Böschungsbefestigung einsetzen. Auch diese Clematis sind insektenfreundlich.
Um Clematis optimal in Szene zu setzen sind hier einige Tipps aufgeführt, die ich meinen Kunden und Besuchern meiner Webseite, vorstellen möchte.
Die meisten Clematis sind Kletterpflanzen, das ist bekannt. Sie benötigen also eine Rankhilfe. Wie kann ich selbst zur Optimierung beitragen und Fehler bei der Gestaltung von vornherein vermeiden.

Clematis halten sich an allem fest, was mit ihren Blattstielranken erreichbar ist und somit als Rankhilfe dient. Diese Blattstielranken benötigen nur einige Stunden von der Berührung bis zur Umklammerung. Das Material der Rankhilfe sollte möglichst dünn sein. Ideal ist eine Stärke von 2 – 15 mm, sodass 1 – 2 Umwindungen möglich sind. Clematis sind auch in der Lage sich an stärkerem Material festzuhalten. Es besteht dann die Gefahr, dass sie regelrecht „abrutschen“ können. Natürliche Materialien aus Holz sind am besten geeignet, weil ein starkes Aufheizen bei direkter Sonneneinstrahlung vermieden wird. Metallische Gegenstände können in Südlagen leichte Verbrennungen an den Blattstielranken nach sich ziehen. Das fortschreitende Wachstum wird dennoch nicht beeinträchtigt.
Glatte Rankhilfen müssen den Clematis immer Querhölzer oder Querdrähte bieten, damit sie nicht herunterrutschen können. Maschendrahtzäune oder Doppelstabmatten-Zäune sind perfekte Kletterhilfen besonders dann, wenn sie beschichtet sind. Ideal ist z.B. auch eine Glieder- oder Ösen Kette. Die ist als Meterware für wenig Geld zu bekommen. Oben und unten befestigt und gespannt, fertig ist die Rankhilfe. Es gibt unzählige vorgefertigte Kletterhilfen in Gartencentern, da ist für jeden Geschmack sicher etwas dabei. Der Abstand zur Wand muss großzügig gewählt werden, mindestens 7 cm.

Aus eigener Produktion fertigen wir Obelisken und Staudenhalter für Clematis an! Diese sind fest verschweißt aus 6 oder 8 mm Rundstahl. Unsere Obelisken sind modulare „Alleskönner“, wenn sie zu Arkaden, Laubengängen oder Portalen zusammengefügt werden. Verschiedene Höhen und Breiten sind möglich. Auch individuelle Maße sind möglich, ohne Aufpreis! Die Obelisken erhalten Sie vor Ort in unserer Gärtnerei. Wir können Ihnen auf Wunsch auch Obelisken zu unseren Gartenfestivals mitbringen. Sie können diese bei uns vorbestellen.
Staudenclematis verfügen nicht über Blattstielranken und können sich nicht von selbst festhalten! Sie benötigen am besten eine ringförmige Stütze, die der genetischen Wuchshöhe der Sorte entspricht. Das ist bei unseren Staudenclematis sehr unterschiedlich. Die niedrigen Sorten erreichen z.B. nur 30-40 cm Höhe. Die hohen Staudenclematis können sogar die 2 Meter Höhe überschreiten. Vergewissern Sie sich vorher, wie hoch die neue Staudenclematis wird, damit die „Stütze“ nicht zu niedrig gewählt wird. Ringförmige Stützen leisten sehr gut Dienste. Die Maschen dürfen nicht zu eng sein, schließlich darf die Staudenclematis nicht völlig eingesperrt werden! Sind Zierelemente oder Zierspitzen an Obelisken vorhanden, dann dürfen diese gerne etwas höher sein als die Endhöhe der Clematis. Das Zierelement wird später so nicht verdeckt. Andere Pflanzen können gute Dienste zum Halten und Stützen leisten. Ein Geäst von Gehölzen oder Rosen, bietet genügend Halt für Staudenclematis.


Man muss immer die örtliche Haupt-Windrichtung beachten (siehe auch Pflanzung unter Bäume)
Alle Clematis wachsen grundsätzlich in Windrichtung, dass ist unbedingt bei einer Neuanpflanzung zu beachten und spart später viel Arbeit beim Aufbinden, entzerren oder Wuchsrichtung korrigieren! Dieses gilt für Staudenclematis und alle kletternden Clematis gleichermaßen! Pflanzt man auf die Luvseite (dem Wind zugekehrte Seite), dann erleichtert das künftig Einiges. Zudem erschwert ein luftiger Standort Pilzkrankheiten sich zu etablieren.

Steht weder eine Kletterhilfe noch ein geeignetes Gehölz zur Verfügung, bleibt nur bodendeckend zu wachsen. Das kann mit vielen Staudenclematis sehr reizvoll sein, wie hier am Beispiel mit Clematis integrifolia Arabella zu sehen ist. Geht man noch einen Schritt weiter, dann können Clematis auch flächendeckend genutzt werden. Starkwachsende Sorten wie C. jouiniana praecox oder C. jouiniana Sander können einige Quadratmeter bedecken. Das geht so weit, dass Wildkräuter kaum eine Chance haben. Böschungen oder Erdwälle können sogar befestigt werden, denn dort wo die Triebe auf dem Erdboden aufliegen, werden Wurzeln gebildet. (siehe auch Vermehrung Bodenabsenker)