Die richtige Platzierung von großblumigen Clematis ist eine der elementaren Voraussetzungen für ein gutes Gelingen und dauerhafte Freude an diesen Zierpflanzen.


Erfolg oder Misserfolg liegen nahe beieinander.
Führt man sich einmal vor Augen, dass die meisten großblumigen Clematis ursprünglich aus Gebirgsregionen in Ostasien stammen, dann wird schon deutlich, der Platz im Garten sollte kühl und luftig beschaffen sein.
Natürlich gibt es auch hier Abweichungen, was die Wärmebeständigkeit angeht. Neue Züchtungen haben hier sehr gute Dienste geleistet. Dazu muss man wissen, dass besonders rote und violette Clematis höhere Temperaturen vertragen als andere. Hinzu kommt, dass dunklere Farben nicht sehr bei intensivem Sonnenschein ausbleichen. Helle Sorten können ihre Farbe nahezu völlig verlieren.
Grundsätzliches von Hybriden
Halbschatten: Ist nach wie vor für die meisten großblumigen Clematis die beste Platzierung im Garten, auf der Terrasse oder auch in Gefäßen auf dem Balkon.
Nur Halbschatten wäre zu einfach in der Erläuterung zur besten Platzierung von großblumigen Clematis. Es ist vielmehr die Temperatur in den Sommermonaten. Je kühler, umso besser für Ihre Clematis! Ein Platz im Garten, der von viel Grün, Sträuchern oder Bäumen umgeben ist, ist allemal besser als eine Hauswand, die sich im Laufe des Tages aufgeheizt hat.
Halbschatten definiert man mit ca. 4 – 5 Stunden Sonnenschein am Tag. Vormittags ist die Strahlung noch nicht so intensiv wie mittags oder am Nachmittag. Höhenlagen bieten auch einen kühleren Platz.


Schatten: Viele der großblumigen Sorten können sehr gut schattig gepflanzt werden.
Das sind besonders die der Rückschnittgruppe 2. Es könnten Nordseiten von Häusern sein oder ein Schatten spendender Baum in der Nähe stehen. Das Gartenhäuschen oder der Flechtzaum zum Nachbarn bieten auch nach Norden gute Bepflanzungsmöglichkeiten. Hier bieten sich besonders die helleren Sorten an. Die Farben bleichen nicht aus und geben zudem eine gute Fernwirkung ab.
Sonne: Jedes Grundstück hat natürlich auch eine Sonnenseite oder sollte eine haben. Für viele Clematis Hybriden möglich, aber nicht ganz unproblematisch. Am besten werden hier die Sorten der Rückschnittgruppe 3 verwendet!
Handelt es sich vorwiegend um vollsonnige Standorte, etwa an einer Südterrasse dann sollte man besser die „Sonnenkinder“ unter den Clematis auswählen. Siehe: Clematis texensis, Clematis viticella, Clematis integrifolia oder Clematis orientalis, tangutica u. serratifolia.
Wohin am besten pflanzen?

Die meisten Clematis sind bekanntlich Kletterpflanzen und streben vorwiegend nach oben. Alles, was zum Klettern und Stützen Halt bietet wird auch als Kletterhilfen angenommen. Das können u.a. andere Gehölze, Rosen, Zäune, Obelisken oder Pergolen sein. Kreativität ist hier gefragt. Mehr dazu…
Erde und Substrat, Beschaffenheit:
Clematis lieben einen durchlässigen humosen nährstoffreichen Erdboden. Der PH-Wert sollte schwach sauer sein und zwischen 5,3 – 6,5 liegen. Bei PH-Werten um 7 oder höher besteht die Gefahr, dass Eisen (FE) festgelegt wird und die Clematis an Chlorrose leiden und unnatürlich vergilben.
Das Thema Torf bzw. torffreie Substrate oder torfreduzierte Substrate ist allgegenwärtig! Zuschlagstoffe wie Kompost, Rinde, Holzfasen, Kokosfasern, Bims, Perlite, Blähton und viele andere Materialien leisten hier gute Dienste. Ein Teil dieser Zuschlagstoffe, müssen auch als „problematisch“ angesehen werden, weil wichtige Nährsubstanzen (N-Stickstoff) den Pflanzen nicht oder nur ungenügend zur Verfügung stehen.
Seit einigen Jahren verarbeiten wir selbst torfreduziertes Substrat für die Anzucht unserer Clematis, mit Erfolg.
Düngung: Siehe Ratgeber Dezember 2023






























































