Der Name, Clematis texensis Gruppe, gibt schon Aufschluss über die Herkunft dieser Clematis. Bis auf wenige Ausnahmen stammen die meisten Clematisarten aus dem Südosten der USA. Dazu gehören u.a. Clematis addisonii, Clematis crispa, Clematis pitcheri, Clematis texensis, Clematis viorna und Clematis versicolor. Auch Clematis fusca gehört in diese Gruppe, stammt aber aus Ostasien. Botanisch gesehen, sind es kletternde Halbsträucher und haben mit den Staudenclematis einiges gemeinsam. Sie wachsen pro Jahr ca. 2,50 Meter, halten sich gut fest und blühen in Massen von Juni bis September. Zum Winter ziehen sie wieder ein. Alle Triebe sterben bis zum Erdboden ab. Jährlich erscheinen mehr und mehr neue Triebe, direkt aus dem Erdboden.
Nach der Blütezeit erscheinen die attraktiven Früchte, die zum Teil sehr skurril anmuten.
Durch zahlreiche Kreuzungen mit anderen Clematis – (Gruppen) sind wahrlich „Gartenschätze“ entstanden. Die Blütenformen erinnern an Tulpen, Urnen oder Glöckchen. Die Blüten sind sehr unterschiedlich groß und reichen von 2,00 cm bis 8,00 cm. Das Farbspektrum bewegt sich vorwiegend im zarten Bereich von, Rot-rötlich, Magenta, Rosa bis hin zu Lachs.





Überwältigt von dieser Blütenfülle stehen so manche Gartenbesucher vor diesen Pflanzen und können es kaum glauben, dass es sich hierbei auch um eine Clematis handelt!
Standort der texensis Gruppe
Der Standort sollte auf jeden Fall sonnig sein! Clematis dieser Gruppe vertragen auch große Hitze und können sehr gut im Gefäß kultviert werden. Trotz großer Toleranz auf Wärme, benötigen sie dennoch eine gute Wasser- und Nähstoffversorgung. Der Standort sollte nicht zu geschützt oder eingeengt gewählt werden, denn das beugt Mehltaubefall vor.
Der eine oder andere Experte zweifelt die gute Winterhärte an. Das stimmt so nicht! Ich kann das nicht bestätigen, denn in all den Jahren habe ich auch in den strengsten Wintern keine einzige Clematis texensis verloren und das völlig ohne Winterschutz!! Clematis texensis sind sehr wertvolle Clematis mit hohem Zierwert.
Einige Züchtungen und Kulturformen bringen mächtige Pflanzen mit enormer Wuchs- und Blühleistung hervor. Andere sind dagegen klein, zierlich und wirken sehr filigran.
Man muss gerade hier bei dieser Familie schon genau nach den Wuchseigenschaften schauen, um späteren Überraschungen vorzubeugen. Die Einteilung in die Schnittgruppe 3 begrenzt den Pflegeaufwand und ist leicht zu händeln.
Wichtig zu wissen!
Die Clematis der texensis- viorna Gruppe treiben im Frühjahr deutlich später aus als andere Clematis. Im April sind in unseren Gärten Clematis anderer Gruppen schon deutlich sichtbar und haben einen Vorsprung von 30 cm bis 60 cm oder mehr. Voller Ungeduld schaut man nach den Texensis und es tut sich nichts (noch nichts), sind sie verfroren? Nein! Es wird meistens Anfang Mai, bis das erste Lebenszeichen sichtbar wird. Die jungen und noch weichen Triebe kommen direkt aus dem Erdboden und wachsen unaufhörlich und schnell. 4-5 Wochen später erscheinen die ersten Knospen und kurz danach die Blüten.
