
Die Clematis alpina und sibirica beginnen mit der ersten Blütezeit. Die Nachblüte wird nach dem Hochsommer erreicht. Unsere Laubbäume haben noch kein Laub und die Sonne kann ungehindert das Erdreich erwärmen. Die Bodentemperaturen steigen langsam an und die Natur erwacht.
Die meisten Clematis beginnen deutlich mit dem Wachstum, selbst wenn die Temperaturen, noch niedrig sind. Frostnächte sind an der Tagesordnung und beeinflussen das Wachstum nicht wesentlich.

Leichte Schneefälle sind in dieser Zeit eher die Ausnahme, sind aber möglich. Während der Winterruhe ist sehr viel Wachstumsenergie gespeichert worden, die jetzt vollkommen zum Tragen kommt. Staudenclematis zum Beispiel, schießen förmlich aus dem Erdboden und wachsen unaufhörlich.

Eine ringförmige Stütze wird in Kürze nötig. Das verhindert, dass die vielen Triebe herunterbrechen. Clematis Hybriden und Clematis viticella strecken sich täglich um 10-15 cm! Wenn nur einzelne Triebe sichtbar werden, können die jungen, weichen Triebe noch einmal gestutzt werden. Sie verzweigen sich mehrfach und führen zu einer dichter werdenden Clematis.
Es könnte auch bei älteren Clematis das Gegenteil eintreten! Es werden übermäßig viele Triebe bodennah sichtbar. (10 – 20 Triebe oder mehr) Oftmals werden solche Triebe sehr dünn und sind nicht mehr blühfähig. Um dennoch eine gut blühende Clematis zu bekommen, sollte man die Hälfte bis zwei Drittel der Triebe an der Basis entfernen, bzw. zurückschneiden.
Bei Clematis texensis, Clematis viorna und Clematis orientalis wird es noch Ende April, bis Wachstum deutlich sichtbar wird.
Clematis montana beginnen ab Ende April/Anfang Mai mit ihrer Blütezeit. Hier ist früh im April noch „wenig Leben“ auszumachen. Die Blütenknospen erscheinen dann direkt aus den vorjährigen Blattachseln. Dieser Prozess geht dann sehr schnell und die neuen, jungen Blätter erscheinen beinahe gleichzeitig mit den Knospen und Blüten.
Düngung:
Jetzt kann mit dem Düngen begonnen werden. Es gibt unzählige Dünger-Präparate auf dem Markt und als Pflanzenliebhaber hat man seinen Lieblingsdünger darunter gefunden. Ich werde oft danach gefragt: Welchen Dünger soll ich für meine Clematis nehmen? >> mehr dazu …
Generell kann man sagen, es muss ein ausgeglichener Volldünger sein. Ob es ein organischer, veganer oder ein mineralischer Dünger ist, kann individuell entschieden werden.
Erste Schädlinge
Erste Schädlinge können sich ausbreiten. Im April gibt es die ersten warmen und sonnigen Tage, das ruft auch die erste Generation von Blattläusen auf den Plan, die aus den Wintereiern geschlüpft sind. Wenn große Bäume wie Birken oder Buchen in der Nähe stehen, ist die Gefahr groß. Diese erste Generation Blattläuse, die aus den Wintereiern geschlüpft ist, ist geflügelt und kann sich auch über größere Distanzen verbreiten. Da wundert es nicht, „wo kommen denn auf einmal die Blattläuse her“. Blattläuse saugen bevorzugt an den weichen Triebspitzen. >> mehr zu Blattläuse…
Dickmaulrüssler (Rüsselkäfer u. deren Larven) werden auch schon jetzt aktiv. Hier sollte man auch aufmerksam sein. Zur Bekämpfung stehen viele Mittel zur Verfügung. Heute gibt es gegen alle Schädlinge immer eine biologische Bekämpfungsalternative. Das schont unsere Umwelt, unsere Singvögel, unsere Haustiere und nicht zuletzt uns Menschen.
Neupflanzung gehört im Frühjahr immer noch zur Regel. Eine ganzjährige Pflanzung ist auch möglich. Entscheidend für ein schnelles und gutes Anwachsen ist, eine gute Bodentemperatur, die wir ab Mitte April in aller Regel verzeichnen können.
Pflanzenmärkte und Gartenfestivals
Pflanzenmärkte und Gartenfestivals beginnen jetzt im April.
Der Berliner Staudenmarkt findet in diesem Jahr am 11. und 12. April statt.
Gefolgt vom Pflanzenmarkt am Kiekeberg, südlich von Hamburg der am 18. und 19. April stattfindet.
Am 25. und 26. April findet der Frühjahrs-Pflanzenraritätenmarkt im Gruga Park, Essen statt.
Für alle Gartenbesitzer und Pflanzenfreunde ein echtes Einkaufserlebnis.
