Gelb blühende Clematis, nichts Besonderes könnte man meinen, wenn nur die Farbe im Blickfeld ist. Die Farben reichen von Cremegelb, Goldgelb, Zitronengelb über weiß, bis schwarz! (C. tibetana Black Tibet)
Was zeichnet diese Clematis-Gruppe so besonders aus.

Clematis orientalis, tangutica und tibetana wachsen sehr stark und erreichen innerhalb eines Jahres Längen zwischen 3,50 bis 5,00 Meter. Perfekt um schnell Sicht.- und Windschutz zu erlangen. Der Naturschutz kommt nicht zu kurz, denn neben Insekten profitieren von dieser Clematis-Gruppe ganz besonders auch unsere heimischen Singvögel. Sie finden gute und geschützte Nistmöglichkeiten und polstern ihre Nester mit den silbrigen Clematis Fruchtständen aus. Sind heimische Singvögel erst etabliert, sorgen sie gleichzeitig dafür, dass Schadinsekten wie Blattläuse oder Raupen deutlich in Schach gehalten werden.
Absolut winterhart darf nicht unerwähnt bleiben! Sie stammen ursprünglich aus der Himalaja Region. Was die Bodenfeuchtigkeit angeht, muss auf jeden Fall Nässe vermieden werden! Das erreicht man besten mit einem durchlässigen humusreichen Erdboden.
Standort der Clematis orientalis Gruppe

Je sonniger sie platziert werden können, umso besser ist es für die Blütenbildung. Bienen, Hummeln und andere Insekten lieben diese Clematis an sonnigen Plätzen, weil sie Pollen und Nektar liefern. Die Blüten sind Lampion förmig oder kugelig nach unter gerichtet. Einige haben dickfleischige Blütenblätter, (Tepalen), andere duften leicht nussig oder wachsartig.

Durch den intensiven Zu Flug von Bienen und Hummeln werden die Blüten bestäubt und bilden dann den auffälligen, silbrigen Fruchtschmuck aus. Der bleibt bis in den Winter erhalten.
Clematis orientalis, Clematis tangutica oder Clematis tibetana, unter dieser Bezeichnung finden wir heute zahlreiche Vertreter dieser Gruppe. Alle beginnen spät mit ihrer Blütezeit. Einige wenige blühen schon ab Mai andere fangen erst im August mit dem Blühen an.
Aus meiner Sicht ist das kein Nachteil, sondern ein wesentlicher Vorteil! Unsere Gärten sind im Spätsommer und Herbst oft dürftig mit blühenden Pflanzen bestückt. Da kommen diese Clematis gerade recht. Auch wenn die Blüten mit 3 – 4 cm klein sind, so erscheinen sie zu hunderten und erreichen eine gute Fernwirkung.
Diese kerngesunden Clematis werden nicht von Krankheiten befallen! Hin und wieder sind Wurzelausläufer zu beobachten. Der eine oder andere Sämling könnte sich im Garten etablieren, hier muss aufgepasst werden. Von invasiv kann hier noch nicht die Rede sein.
Durch das dichte und starke Wachstum kann es zum vorzeitigen Vergilben bzw. zum vorzeitigen Braunwerden der unteren Blätter kommen. Lichtmangel ist der Grund dafür und sollte Sie nicht beunruhigen!
