Die Gruppe der Clematis viticella ist in den vergangenen Jahren um viele Sorten deutlich angewachsen, zu Recht, denn die Resistenz gegenüber der gefürchteten Clematiswelke (Phoma) ist unübertroffen. Clematis der viticella Gruppe sind absolut winterhart und blühen in den Hauptsommermonaten von Juni bis September. Die Blüten sehen, wie kleine Clematis-Hybriden aus, obgleich es Blütengrößen um die 10 cm, oder mehr, Durchmesser gibt. Die Anzahl der Blütenblätter variiert von 4, 5 bis 6-7. Es gibt auch gefüllte Blüten mir einer Anzahl von mehr als 100 Blütenblätter.





Warum ist besonders die Clematisgruppe der viticella so gefragt und erfolgreich?
Die Antwort ist einfach: Jeder kann bei den Clematis viticella einen Erfolg verbuchen!
Selbst dann noch, wenn ohne dem „Grünen Daumen“ gegärtnert wird.
Kultur- oder Standortfehler können weitgehend ausgeschlossen werden und stellen nur eine Ausnahme dar. Die gesunden und widerstandsfähigen Clematis viticella wachsen in jedem Gartenboden und vertragen sonnige, halbschattige oder auch eingeschränkt schattige Plätze.
Trockenperioden überstehen sie zwar ohne Weiteres, die Blüten werden dann aber deutlich kleiner und die Blütezeit fällt erheblich kürzer aus. Wenn das Gegenteil einmal eintritt und Clematis viticella 1 – 2 Wochen im Wasser stehen, schadet es den Viticellas nicht.
Wetterkapriolen, die immer häufiger auftreten, können Clematis viticella nichts anhaben!
Mit ihren wetterfesten Blüten erfreuen sie jeden Garten-, Terrassen- oder Balkonbesitzer. Balkon oder Terrasse sind die Stichworte: Clematis viticella können sehr gut in Kübel und Gefäßen auf der Terrasse oder Balkon kultiviert werden. Hierbei ist auch eine Überwinterung gut im Freien möglich. Zusätzlicher Winterschutz ist meistens nicht nötig, es sei denn, dass die Temperaturen längere Zeit unter 15° Minus bleiben.
Wetterfest heißt nicht nur regenfest, es heißt auch, sie vertagen eine ganze Menge Wind, der sollte aber nicht ständig wehen. In diesem Zusammenhang sollten Windschleusen besser gemieden werden. Ende der Sommersaison kann sich etwas Mehltau an den Blättern oder Blüten einstellen. Man muss deshalb nicht sehr beunruhigt sein, den mit dem Rückschnitt im November-Dezember entfernt man das infektiöse Material.

Alle Clematis viticella eignen sich als Partner zu: Kletterrosen, Strauchrosen, Rhododendren, Ahorne, Perückensträucher, Magnolien, Korkenzieherhasel und weitere Gartengehölze, sowie zahlreiche Nadelgehölze. Die Wuchslänge oder die Wuchshöhe bei Clematis viticella liegt bei ca. 2,50 Meter und ein gewisser Sichtschutz wird dabei immer erreicht.
Die Wuchshöhe von ca. 2,50 Meter bezieht sich auf das Wachstum in einer Saison!
Die heute üblichen Holz-Trennwände von 1,80m x 1,80m werden in zahlreichen Formen und Farbvarianten angeboten. Da bieten sich besonders die Clematis viticella mit ihren vielen Farben und Formen als Bepflanzung an.
Als typische Vertreter der Rückschnittgruppe 3 schneidet man Clematis viticella jährlich tief herunter. Das sind 20 – 50 cm über dem Erdboden. Der Zeitpunkt liegt in der Ruhephase zwischen November und Februar, an frostfreien Tagen.
