Ab Mitte Februar ist der Winter gebrochen, so eine alte Weisheit. Die ersten Clematis wachen jetzt aus dem „Winterschlaf“ auf. In wenigen Wochen beginnen Clematis der alpina – Gruppe schon mit ihrer Blütezeit.
Wer jetzt seine sommerblühenden Clematis noch nicht zurückgeschnitten hat, sollte sofort handeln und sich unverzüglich ans Werk machen. (Schnittgruppe 3) Bei den großblumigen Hybriden, die schon früh blühen, können die trockenen Triebe jetzt abgeschnitten und entfernt werden. Hier ist ein leichter Rückschnitt zu empfehlen. (Schnittgruppe 2)
Wichtig zu wissen: Schnittmaßnahmen immer nur an frostfreien Tagen durchführen.
Kübel und Gefäße auf Balkon oder Terrasse: Wenn Winterschutz für Kübel und Gefäße angebracht wurde, dann kann dieses Material jetzt gelockert oder ganz entfernt werden. Es ist zu kontrollieren, ob der Erdballen über den Winter trocken gefroren war. Sollte das der Fall sein, kann jetzt etwas angemessen gewässert werden. Schnee könnte hier gute Dienste leisten, noch als Frostschutz und gleichzeitig als Wasser Lieferant. Jetzt im März kann es noch einmal empfindlich kalt werden, legen Sie das Schutzmaterial nicht allzu weit weg, es könnte noch bis Ende März benötigt werden.
Umpflanzen von Clematis
Mitte des Monats ist ein guter Zeitpunkt zum Umpflanzen gekommen. Zwei Möglichkeiten stehen grundsätzlich zur Verfügung:


1. Man verwendet das vorhandene Gefäß wieder. Gefäß stürzen und den durchwurzelten Erdballen deutlich verkleinern (um 30-50%). Bei dieser Gelegenheit kann das Wurzelwerk auf Schadstellen oder Bodenschädlinge untersucht werden. Eine gründliche Gefäß-Reinigung ist zu empfehlen. Anschließend in Qualitäts-Substrat einpflanzen und angießen. Je nach Substrat und Düngergehalt kann nach ca. 4-6 Wochen mit dem Düngen begonnen werden.
2. Ein größeres Gefäß wird nötig. Die zu 1. beschriebenen Maßnahmen werden vergleichbar durchgeführt. Ausnahme, der Wurzelballen wird weniger verkleinert.



Bei dieser Gelegenheit können ältere Staudenclematis geteilt werden. Aus Eins macht Zwei oder Drei.
Im Garten werden die letzten Laubreste aus dem vergangenen Herbst/Winter zusammengekehrt und auch die Mulch-Schicht auf den Beeten muss ggf. ergänzt werden.
Bevor gemulcht wird, kann die erste Düngung mit organischen Düngern vorgenommen werden. (Ende März) Die sollten leicht in den Erdboden eingearbeitet werden. Mineralische Dünger können etwas später angewendet werden. Gleich danach die Mulchschicht (ca.5 cm) aufbringen. Das beste Mulch-Material, was zur Verfügung steht, ist Pinien- oder Kiefernrinde! Die gibt es in verschiedenen Körnungen. Ideal ist eine Größe von 12 – 25 mm. Sie ist sehr langlebig und frei von Schadpilzen. Das ist dem hohen Harzanteil zu verdanken. Zudem ist der Stickstoffentzug sehr begrenzt im Vergleich zu „Standard Mulch“ aus Laubholz oder Mischwald. Erhältlich ist das Material z.B. in Einzelhandelsgärtnereien, Gartencentern oder Baumärkten vor Ort.
Achtung Wühlmäuse: Nach dem Winter muss verstärkt auf Wühlmauslöcher geachtet werden. Unter einer Schneedecke waren sie nicht zu erkennen!
