Clematis Historie

Die Ursprünge in Asien

Die meisten Clematis stammen aus Asien, genauer gesagt aus China, der Mongolei, dem Himalaja Gebiet, Korea und Japan. Alle Kontinente dieser Erde (außer den beiden Polargebieten und Südamerika) beheimaten Clematis. Nur einige wenige stammen aus Afrika. In Europa sind Anfang des 13. Jahrhundert Clematis vitalba erstmals beschrieben. In England wurden Mitte des 16. Jahrhunderts erstmals Clematis viticella als Gartenpflanzen  beschrieben. Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die heutige viticella Purpurea Plena Elegans beschrieben. Ebenfalls zu dieser Zeit wurden die ersten Clematis patens aus China nach Japan eingeführt. Auch in Schweden  kultivierte man zu dieser Zeit die ersten Clematis. Philipp Franz von Siebold lebte einige Jahre in Japan und  entdeckte um 1830 die später nach ihm benannte Clematis florida sieboldii.


Clematis haben die „Welt erobert“. Botaniker, Forscher und Mediziner deren Namen ein Begriff sind wie: Parkinson, Darwin. Linné, Rehder, Siebold oder Thunberg bringt man unweigerlich mit der Botanik oder der  Medizin in Verbindung. All diese „Sammler“ und unzählige mehr, haben Clematis aus der ganzen Welt  zusammengetragen und wir sind dankbar, dass wir auf diese Fülle zurückgreifen können.
In Japan wurden schon im 16. Jahrhundert Clematis als Kulturpflanzen kultiviert. In Europa erst rund 150 Jahre später.

 

 

Europa

England, Frankreich

Im Jahre 1858 machte der Engländer George Jackman I und sein Sohn, George Jackman II, von sich Reden als sie die, noch heute bekannte, Clematis Jackmanii züchteten. Sie kreuzten die in England längst bekannten Clematis viticella mit einer Einführung aus Ostasien, Clematis lanugiunosa. Einen riesen Erfolg und gleichzeitig der Durchbruch in Europa Clematis als Kulturpflanze zu kultivieren und zu züchten. Bereits 1872 verfassten George Jackman und Thomas Moore eines der ersten Clematisbücher in England, mit dem Titel „The Clematis as a Garden Flower“. In diesem Buch wurden damals schon mehr als 200 verschiedene Clematis Sorten und Arten beschrieben. Viele Züchter eiferten ihnen nach und so entstanden in Frankreich, England  und Deutschland viele neue  Clematissorten.

Schweden

Einen weiteren wesentlichen Anteil an zahlreichen Clematis Züchtungen hatte Magnus Johnson aus Schweden. Er leitete viele Jahre den botanischen Garten in Göteborg. Sein Schwerpunkt war im Bereich der atragenen Clematis. Hybriden und Viticellasorten spielten eine weniger bedeutende Rolle.

Sein Lebenswerk ist das 800 Seiten starke  Clematisbuch

The Genus Clematis“.

 

 Deutschland

Goos und Könemann und die Späthschen Baumschulen, waren namhafte Züchter in Deutschland. Bedeutende Clematis Züchtungen wurden um die Jahrhundertwende des vorherigen Jahrhunderts herausgebracht. Z.B.  `Lasurstern´ oder `Elsa Späth´. 

 

Weniger bekannt war die Baumschule Max Krause aus Hasloh (Kreis Pinneberg).
Max Krause
und Wilhelm Kordes I (der bekannte Rosenzüchter) unterhielten gemeinsam eine Baumschule in England und brachten schließlich die Rosen- und Clematiskultur von dort mit nach Norddeutschland.
Noch vor dem 1. Weltkrieg gründete jeder für sich eine Firma. Kordes firmierte ab dann als reine Rosenschule und Max Krause als Rosenschule mit Schling- und Kletterpflanzen. Bei Krause entstanden zahlreiche Rosen- und Clematis Züchtungen.
Leider sind alle Clematis Züchtungen verloren gegangen. Einige Rosenzüchtungen existieren noch. Clematis wurden hier noch bis 1980 kultiviert.

 

Als junger Gärtner arbeitete Friedrich Westphal sen. viele Jahre bei der Fa. Krause und war mit der Kultur von Rosen und Clematis betraut. 1953 machte er sich schließlich selbständig.

über die Geschichte des Betriebes lesen hier weiter

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.