Clematis Verwendung


Clematis begeisterten die Menschen schon viele Jahre, sogar Jahrhunderte. Die Faszination geht besonders von  der Blütenfülle aus, die jeden in den Bann zieht. Man steht davor und ist überwältigt von der Schönheit dieser  Gattung. Nicht allein die reichhaltige Blüte auch die vielen unterschiedlichen Farben und Formen begeistern uns immer wieder. Durch diese Vielfalt können wir Clematis beinahe überall einsetzen und genießen. Egal ob der Garten groß oder winzig klein ist. Ob auf dem Balkon oder einer Terrasse. Jeder der sich schon einmal  aufmerksam durch das Clematis Sortiment gearbeitet hat kann das bestätigen. Für den Neueinsteiger eher  erschlagend und unüberschaubar! Stellt sich die Frage, wo und wie fange ich eigentlich an? Seit nunmehr gut 20  Jahren erobern Clematis mehr und mehr unsere Gärten. Zahlreiche neue Züchtungen im In- und Ausland tragen  dazu bei. Die Devise lautet: Je gesünder desto besser. Wahrlich, die neuen Clematis Sorten werden Hobbygärtner  freundlicher! Man kann weniger falsch machen, auch wenn kein „Grüner Daumen“ vorhanden ist. 
Gut so, denke ich auch. Es ist ein wahrer Boom entstanden, Clematis zu sammeln. Man findet in Garten immer  neue Plätze für die eine oder andere Clematis. „Mein Garten ist voll, ich habe keinen Platz mehr“ diese Äußerung  gilt nicht für Clematis-Kenner. Für den Anfänger ist es sicherlich falsch, in den nächsten Baumarkt oder in das  nächste Gartencenter zu gehen um irgendeine Clematis zu erwerben, nur weil sie gerade günstig im Preis ist oder  weil sie so schön in Blüte steht. Besser man schaut sich seinen Garten in regelmäßigen Abständen einmal genau  an und sucht nach Stellen die nicht blühen! Dabei spielt die Höhe, die Position oder der Boden eine  untergeordnete Rolle, denn Clematis bieten für jeden Standort eine optimale Lösung. Das gilt auch für  Pflanzgefäße oder schmale Rabatten. Wo muss Farbe hin? Hellen Sie Ihre Schattenplätze ein wenig mit weißen Clematis auf, die gibt es in allen Clematis-Familien.

Clematis als Begleiter zu anderen Pflanzen, eröffnen hunderte von Möglichkeiten. Farbkombinationen sind nur   einige Varianten von vielen. Wuchseigenschaften und Blütezeiten setzen gezielt Akzente im Garten. Dazu gehören  auch die Früchte der Clematis. Das ist eine Welt für sich und verlängert das Gartenjahr bis in den Winter.

Winter ist das Stichwort. Einige Clematis blühen mitten im Winter. Wer einen Wintergarten hat, kann solche  Clematis nutzen. In dieser Zeit blühen auch die Immergrünen Clematis. Blütezeiten der Clematis gehen durch das ganze Gartenjahr und können andere Gehölze sinnvoll ergänzen.

Dazu einige Beispiele:

Rhododendren: Blütezeit, April bis Juni und danach?
Gartenhibiskus: Blütezeit, Juli/August bis Oktober und vorher?
Forsythien: Schöne gelbe Blüten im zeitigen Frühjahr, und danach?
Korkenzieher Haselnuss: Im Sommer eine „Graue Maus“, vielleicht mit Blüte im Sommer?
Ein alter Obstbaum: Nur wurmstichige Früchte aber zu schade um ihn zu entfernen?
Immergrüne Laubgehölze: Nur grün, das ganze Jahr, die könnten auch blühen?
Koniferen: Bieten schöne Klettermöglichkeiten für blühende Clematis, den ganzen Sommer.
Rosen, ein Kapitel für sich: (wird an anderer Stelle extra behandelt). Nur so viel vorab, Blütezeiten mit den Rosen
abstimmen: Vor, während oder nachher.
Bodendecker oder leicht hängend: Auch das können Clematis.
Giersch oder Quecke partiell im Garten: Kein Problem für Clematis `jouiniana praecox´!

Die meisten Clematis haben einen sehr hohen Zierwert und sind ausgesprochen winterhart. Schon allein die europäischen, eurasischen und sibirischen Clematis fühlen sich bei uns sehr wohl. Die Arten aus dem asiatischen Hochgebirge (vorw. Himalaja) gedeihen auch hier in unserer Klimazone sehr gut. Das es Unterschiede in der  Behandlung, bzw. bei der Platzierung in unseren Gärten gibt, muss jedem erst einmal Verständlich sein. Allgemeine Grundregeln wie sie früher einmal für Clematis empfohlen wurden, haben weitgehend ihre Bedeutung  verloren und stimmen nur noch bedingt! Leider werden heute noch allzu oft solche Empfehlungen gegeben.
Z.B. Zitate wie: „Fuß im Schatten, Laub in die Sonne“ oder noch schlimmer „etwas an die Füße pflanzen“, „ganz  schrecklich“ oder „geht gar nicht“ sagt man wohl heute!
Das sind nur einige überholte Beispiele zur Pflanz-Empfehlung. Ähnliche fragwürdige Aussagen gibt es über den  richtigen Rückschnitt der Clematis.


 

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