Pflanzzeit

Clematis Pflanzzeit

Eine häufig gestellte Frage: Wann ist eigentlich die beste Pflanzzeit für Clematis?
Die Antwort lautet eindeutig, der Spätsommer, August und September (Oktober).

Begründung: Wie bei den meisten Gehölzen und mehrjährigen Pflanzen müssen zuerst neue Wurzeln gebildet werden, bevor ein gutes Wachstum möglich ist. Die Hauptfaktoren für ein gutes Wachstum sind bei vielen Pflanzen ähnlich. Dazu gehören u.a. eine gute Bodenfeuchtigkeit, ein gewisser Humusanteil, Poren für den Lufthaushalt, Nährstoffe und besonders wichtig, die Bodentemperatur! Jede Pflanzenart hat ihre eigene optimale Bodentemperatur. Bei den Clematis liegt diese optimale Bodentemperatur zwischen 14° und 22° C. Wurzeln werden aber auch noch außerhalb dieses Bereiches gebildet, geht dann aber deutlich langsamer voran. In meinem Schaugarten habe ich im Jahre 2005 die Bodentemperatur, in 20 cm Tiefe, ein Jahr lang in Abständen von 14 Tagen gemessen. Das Ergebnis sehen Sie in dieser Grafik.Temperatur Tabelle

Fazit:
Im August und September lagen die Temperaturen bei 16°- 18°C. Optimal für eine gute Wurzelbildung. Hilfreich zusätzlich ist bei vielen Clematis dass, das vegetative Wachstum der Blätter und Blüten weit-gehend abgeschlossen ist. Damit geht ein verstärktes Wurzelwachstum einher. Diese guten Voraus-setzungen sind nur in den Spätsommertagen erfüllt.

 

 

 

Pflanzung in Gefäße, Kübel oder Schalen.
Gefäße können natürlich zur selben Zeit bepflanzt werden. Abweichend von der oben beschriebenen Gartenpflanzung, können Sie Ihre Gefäße ohne weiteres auch im Frühjahr oder Sommer bepflanzen. Die optimale Bodentemperatur (Substrat-Temperatur) gilt hier natürlich genauso. Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass sich ein Gefäß deutlich schneller erwärmt als ein Gartenboden. Im Frühjahr sind an sonnigen Tagen zügig 10°- 18° Substrat-Temperaturen erreicht. Damit ist auch ein gutes Wurzelwachstum zu erwarten. Man sollte nur hochwertige Blumenerde verwenden. Das Gefäß muss guten Wasserabzug gewährleisten! Die Größe und das Material ist nicht von entscheidender Bedeutung, sollte aber 10-15 Liter Volumen nicht unterschreiten. Je größer desto besser. Winterschutz sollte möglich gemacht werden. Entscheidend ist, dass die Wurzeln nicht zu lange tief eingefroren bleiben, Trockenschäden könnten dann die Folge sein. Nach längeren Frostperioden friert das Substrat „trocken“ und sollte anschließend an frostfreien Tagen etwas gegossen werden.

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